Johanna Baumberger

Am 02.01.1906 wird Johanna (Hanni) in Laufen BE (heute Kanton BL) geboren, als Tochter des Johann Rudolf Pulfer und Lily Pulfer, geb. Tiegel. Bald bezieht die Familie aufgrund der beruflichen Tätigkeit des Familienvaters die Forstmeister-Dienstwohnung auf dem Schlossberg Thun. Ihren Vater begleitet Johanna regelmässig auf ausgiebige Waldspaziergänge. Hier entsteht ihre Liebe zur Natur, zur Schönheit der heimischen Pflänzchen, den vermeintlich unscheinbaren Blumen am Wegrand. Den Sommer über verbringt sie ihre Ferien bei ihrem geliebten Grossvater auf dem Längenberg. In der ländlichen Idylle und der fürsorglichen Umgebung, wo ihr Grossvater Rudolf Pulfer mit Herz und Hingabe die Armenanstalt Kühlewyl führt, blüht Johanna auf. 

Umso schwerer fällt ihr der Umzug ins städtische Zürich, als ihr Vater 1917 am Polytechnikum (heute ETH) zum Professor für Forsteinrichtungen ernannt wird. Die Familie erwirbt ein Haus an der Bergstrasse. Der frühe Tod des an Leukämie erkrankten Vaters im Jahre 1921 trifft sie schwer.

Als 16-jähriger Teenager setzt Johanna – gegen den Willen ihrer bürgerlich gestrengen Mutter, die ihre Tochter gerne als Lehrerin gesehen hätte – ihren eigenen Wunsch durch: Sie lässt sich an der Kunstgewerbeschule Zürich (heute ZHdK) zur Grafikerin ausbilden. Hier begegnet sie auch Otto Baumberger, den sie 1927 heiratet. 

Als Grafikerin wirkt sie an den meisten Plakaten ihres Mannes mit, indem sie die typographische Arbeit übernimmt. 1929 kommt ihr Sohn Rudolf Caspar zur Welt. Gemeinsam publiziert das Künstlerpaar Illustrationen, auch zu Kinderbüchern. Für Serien des Silva-Verlags zeichnet Johanna heimische Blumen. Zeitlebens gibt Johanna Zeichenunterricht. Am liebsten sind ihr die wilden, unscheinbaren Pflänzchen, die sie im Limmattal, um ihren Wohnsitz Weid, später am idyllischen Wohnsitz Bruderberg, findet. Diese macht Johanna stets naturgetreu auf meisterhafte Weise sichtbar.

Archiv Zeichnungen

Für weitere Einblicke ins Archiv: kontakt@baumbergerlegacy.ch

Bücher

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